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Abschaffung des Dispo-Strafzinses wichtiger Schritt zur Entlastung von Geringverdienern

Jena/ Saale-Holzland. Der Jenaer Bundestagsabgeordnete Ralph Lenkert begrüßt die Entscheidung der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, ab dem 1. Januar 2015 auf die Erhebung des Dispo-Strafzinses zu verzichten (http://www.otz.de/web/zgt/wirtschaft/detail/-/specific/Sparkasse-Jena-schafft-Dispo-Strafzinsen-fuer-ihre-Kunden-ab-1179985560). Dieser lag immerhin bei 4,5 Prozent.

"Seit vielen Jahren fordert DIE LINKE eine Deckelung der Dispozinsen. Unser Ziel ist ein 'Deckel' von 5 Prozentpunkten über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank. Zudem fordern wir die Abschaffung des Strafzinses bei Überziehung des Dispos (Dispo-Strafzins) und damit eine einheitliche Deckelung für Dispo- und Überziehungszins." Der Dispo ist für Banken ein lohnendes Geschäft, auch weil die Ausfallwahrscheinlichkeit gering ist.

Gerade Menschen mit geringem Einkommen, oder alleinerziehende Eltern rutschen oft, z.B. bei verzögerter Lohnzahlung, oder längerer Krankheit, bei der bis zur Zahlung des Krankengeldes Wochen vergehen können, unverschuldet in den Dispokredit und über dessen Rahmen hinaus. Niemand ersetzt diese Zusatzkosten.

Gerade die Schwächsten werden noch härter getroffen, wenn sie bei Überziehung dieses Dispos einen saftigen Aufschlag den hohen Dispozins zahlen müssen.

"Dass die Sparkasse Jena-Saale-Holzland jetzt dem Vorbild der Sparkasse Gera-Greiz folgt und zusätzliche Überziehungszinsen des Dispos abschafft, ist ein wichtiger und guter Schritt zur Entlastung niedriger Einkommen. Ostthüringer Sparkassen sind damit zweifellos ein Vorbild für Thüringen und die Bundesrepublik", dankt Lenkert den Sparkassen.