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Als Werkzeugmacher in den Bundestag

Wer Vorschläge macht, sollte damit rechnen, sie selbst umsetzen zu müssen. Das wurde mir einmal mehr klar, als ich 2005 zum Sprecher des Volksbegehrens „Für eine bessere Familienpolitik“ gewählt wurde. Vier Jahre und ein Volksbegehren später führte mich dieser ehrenamtliche Einsatz in den Bundestag.

Bei Zeiss in Jena hatte ich von 1983 bis 1986 meinen Traumberuf Werkzeugmacher erlernt. Mit einer 18-monatigen Unterbrechung für den Grundwehrdienst arbeitete ich bis 1991 bei Zeiss, danach bei der Firma Günther als Werkzeugmacher. 1995 beendete ich ein Fernstudium zum Techniker für Maschinenbau erfolgreich, wechselte kurz darauf in den Entwicklungsbereich der Firma Mubea, für die ich als Qualitätsleiter in Tschechien arbeitete. 2002 wechselte ich als Technologieentwickler zurück zu Zeiss.

Ich interessierte mich für Politik, blieb aber passiv – bis 2003, als die Kita meines Sohnes privatisiert werden sollte. Die gemeinsamen Proteste von uns Eltern waren erfolgreich! Dann plante die Thüringer CDU-Landesregierung zur Sanierung des Haushalts u.a. das „Aus“ für unsere Horte, wieder war mein Sohn betroffen. Als Schulvertreter kämpfte ich im „Bündnis zum Erhalt der Grundschulhorte“ mit. Als dieser Gesetzentwurf endlich vom Tisch war, startete die Landesregierung die „Familienoffensive“ – wiederum Haushaltssicherung auf Kosten der Kinder. Auf dem Jahrestreffen des „Thüringer Landeselternverbandes Kindertagesstätten“ stellte ich die Idee eines Volksbegehrens vor, mit dem die Familienoffensive korrigiert werden sollte. Das Volksbegehren wurde beschlossen und ich zum Sprecher gewählt. Ich hatte es ja vorgeschlagen.

Zur gleichen Zeit musste ich für meinen Arbeitgeber Carl Zeiss Produktion nach China verlagern. Weiterer Arbeitsplatzabbau zu Hause, minimale Verbesserungen für die chinesischen Arbeiter – eine frustrierende Alternative! Klar wurde mir dabei, dass der Lebensstandard – hier wie dort – stark von der Bildung abhängt.

Zu den aktivsten Unterstützern unseres erfolgreichen Volksbegehrens gehörte DIE LINKE, die mich als Parteilosen 2009 für die Wahl zum Deutschen Bundestag nominierte.

Bildungschancen für alle, Unterstützung von Kitas, eine bessere Familienpolitik, die Überwindung von Hartz IV, Rentengerechtigkeit, Unterstützung bei der Entlastung des Jenaer Wohnungsmarktes, bei der Verkehrsvernetzung von Jena und Gera, beim Ausbau erneuerbarer Energien im Wahlkreis und der Sanierung der Wismut-Hinterlassenschaften – das sind Ziele, für die ich angetreten bin. Für diese wurde ich von den Wählerinnen und Wählern des Wahlkreises 194 – Gera, Jena, Saale-Holzland-Kreis – gewählt.

Seit September 2009 arbeite ich als Abgeordneter im Bundestag an der Lösung dieser Aufgaben. Einiges habe ich, wie Sie auf den nächsten Seiten lesen können, erreicht. Ich möchte diese Arbeit gern fortsetzen. Deshalb bitte ich Sie um Ihre Stimmen bei der Bundestagswahl im Herbst – für mich und für die Liste der LINKEN.

Parteilos bin ich inzwischen nicht mehr. Am „Erfurter Programm“ der Partei DIE LINKE habe ich aktiv mitgewirkt. Zu einem Programm, das ich mit erarbeite, stehe ich auch! Deshalb wurde ich 2011 Mitglied der LINKEN.

Ich lade Sie ein: Informieren Sie sich über meine Arbeit, kommen Sie mit mir ins Gespräch!


Ihr

Ralph Lenkert

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