Der Weltraum: unendliche Weiten - und deren Erforschung.
Heute sind wir 14:30 Uhr zur Südsternwarte in Paranal gefahren. Dieser Observatorienkomplex liegt 2.635 m über dem Meeresspiegel in der Atacamawüste. Fernab von künstlicher Beleuchtung und mit einem Standardluftdruck von unter 730 Hektopascal (auf dieser Höhe liegt ein Viertel der Atmosphärenmasse unterhalb des Observatoriums) gibt es hier ideale Bedingungen für die erdgebundene Erforschung des Weltalls.
Nach der Ankunft bekamen wir eine Einführung über den Spiegeltelekopkomplex. Der Komplex wird von der ESO (European Southern Observatory), einem europäischen Forschungsinstitut betrieben. Die ESO betreibt mehrere Teleskopanlagen in Südamerika und hat große Beiträge zum heutigen Wissen über den Kosmos geliefert. Dazu gehört unter anderem die Ermittlung der Zunahme der Expansionsgeschwindigkeit des Universums. Viele Informationen und auch zu den Kosten der Anlage finden sich zum Beispiel hier.
Nach der Besichtigung des Komplexes gab es ein Arbeitsabendessen mit der Leitung und den Mitarbeitern der Einrichtung und anschließend um 22:00 Uhr einen Vortrag zum südlichen Sternenhimmel und zur Arbeit des Instituts durch den astronomischen Leiter.
Die Nacht verbrachten wir im Gästehaus des Instituts und der nächste Termin rückte am frühen Morgen für mich an: die Beobachtung des Sternenhimmels.




