Kontinentaldrift und Meeresspiegelanstieg
Freitag, 14. Oktober
Heute beginnt das Programm erst um 9 Uhr mit der Fahrt ins Bildungsministerium. Dort sprechen wir mit dem Staatssekretär für Hochschulpolitik. Dieser sorgt sich um die Qualität der Studierenden, da das schlechte Schulsystem durch Lehrermangel keine gute Ausbildung absichern kann. Dem Lehrermangel soll durch Rekrutierung von Lehrkräften aus den weniger privilegierten Schichten abgeholfen werden, da dieser Beruf dort einen sozialen Aufstieg verheißt. Weiterhin soll die Kita ab drei Jahren kommen, um bessere Grundlagen zu gewährleisten. Zudem wird das System mit den Praktika teilweise abgelehnt, da damit Missbrauch von Arbeitnehmerrechten betrieben werden kann.
10:30 Uhr geht es weiter mit der Fahrt nach La Plata zum Argentine-German Geodetic Observatory. Das Observatorium gehört zu dem weltweiten Netz, das Daten für das Erdmonitoring liefert. Dabei geht es um den Kontinentaldrift und die Entwicklung des Meeresspiegels. Die Daten werden als Grundlage für GPS-Systeme genutzt. Mit einer Milliarde Euro wäre das weltweite Netz komplett, allerdings bräuchte es dazu auch deutlich mehr Forschungsstationen, etwa vierzig, bis jetzt gibt es fünfzehn. Beim gemeinsamen, typisch argentinischem ‚Asado‘, einem Grillfest, tauschen wir uns weiter über die Messungen der Forschungseinrichtung aus.
Anschließend fahren wir zur Universität National La Plata. Der Präsident der Universität gibt eine Übersicht über den Aufbau der Universität. Ein stärkeres Austauschprogramm mit Deutschland ist wünschenswert, da es bis jetzt nur wenige Universitäten gibt. Die FSU-Jena ist zum Beispiel dabei. Eine Möglichkeit für ein breiteres Programm wäre, dass die entsendende Universität die Anreise zahlt und Unterkunft und Verpflegung durch die Gastuniversität gestellt werden. Nach dem interessanten Einblick in die Universitätslandschaft werden wir durch das Naturkundemuseum geführt.
Damit endet der offizielle Teil der Reise. Am Samstag reisen wir zurück nach Europa.



