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Zwischenfrage: Ist Ihnen bekannt, dass das Geschehen am Strommarkt für Blackouts sorgen kann?

Hier als Video ab Minute 03:02

 

Ralph Lenkert (DIE LINKE):

Vielen Dank, Herr Kollege Kippels, dass Sie die Zwischenfrage zulassen. – Sie sprachen inzwischen über die physikalisch bedingte Notwendigkeit von immer mehr Eingriffen. Ich frage Sie: Ist Ihnen bekannt, dass wir im Juni letzten Jahres dreimal kurz vor einem Blackout standen wegen fehlerhafter Bilanzierung durch Stromspekulanten an der Leipziger Strombörse? Ist Ihnen bekannt, dass wir im Januar letzten Jahres fast einen Blackout hatten wegen Schaltfehler zwischen Spanien und Frankreich und fehlerhafter Weitergabe von Daten an das Pumpspeicherwerk Goldisthal in Thüringen? Ist Ihnen bekannt, dass man jede Viertelstunde einen Ausschlag in der Frequenz, jede Stunde einen stärkeren Ausschlag in der Frequenz sehen kann aufgrund von Handelstätigkeiten an der Strombörse - mit Zu- und Abschalten - und dass dies kein technisches Problem ist, sondern ein Handelsproblem und ein System des Marktes, den Sie so propagieren? Sind Sie also bereit, dieses Risiko für unser Stromnetz, diesen Kostentreiber im Bereich der Redispatch-Kosten, der nur durch den Handel und nicht durch technische Parameter ausgelöst wird, gesetzlich zu beseitigen, damit unser Stromsystem sicherer wird?

(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)

Antwort:

Dr. Georg Kippels (CDU)

Also zum ersten Teil der Frage, Herr Kollege: Ja, diese Faktoren sind mir bekannt. Zum Zweiten habe ich mich hier ausdrücklich zunächst einmal auf die technischen Fragestellungen konzentriert, denen wir uns natürlich im Rahmen der Netzkontrolle auch widmen müssen und die ökonomischen Unwägbarkeiten, die sich in der Zwischenzeit auch aus diesem Aspekt ergeben haben, bedürfen natürlich auch einer entsprechenden Berücksichtigung, weil wir auch die Wirtschaftlichkeit - auch das ist eben angesprochen worden - im Auge behalten werden müssen.