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Kultur neu denken

Einige Bilder der Veranstaltung vom 25.Juli 2010 in Gotha.

„Friedenskuss“ heißt das Emblem von Schloss Friedenstein in Gotha aus dem Jahr 1655. Die Justitia mit dem Friedenszweig umarmt die Schwertträgerin: „Friede ernehret, Unfriede verzehret“.
Nach unseren Diskussionen über MACHT, KUNST, FREIHEIT 2006 in Bad Frankenhausen, RELIGION, MACHT, FREIHEIT 2008 in Erfurt und DEMOKRATIE, FREIHEIT, MACHT 2009 in Weimar, geht es diesmal um FRIEDEN, MACHT, FREIHEIT – wieder an einem besonderen Ort.
Nach dem Schrecken des Dreißigjährigen Krieges ließ Herzog Ernst I. von Sachsen Gotha dieses monumentale Barockschloss als Symbol für einen friedlichen zivilen Staat errichten. Regierungsmotto: keine Beteiligung
an Kriegen mehr, stattdessen Bildung, Kultur und gute Verwaltung. Die Fantasie eines Fürsten für den Frieden, die 250 Jahre lang Wirklichkeit in einem Kleinstaat wurde, der Schulpflicht für Mädchen und Jungen einführte, Kindergärten und Volkshochschulen errichtete. Die Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner wurde hier bestattet.
1914 und 1939 ging diese Geschichte in Weltkriegen unter. Als im April 1945 der Stadtkommandant Ritter von Gadolla den Führerbefehl verweigerte, Gotha weiß beflaggen ließ, um es kampflos den Amerikanern zu übergeben, wurde er vors Wehrmachtskriegsgericht gestellt, zu Tode verurteilt und am 5. April 1945 in Weimar hingerichtet – Gotha war gerettet.
Diese historischen Beispiele, Kräfte für den Frieden zu entwickeln, möchten wir in unsere heutige Zeit übersetzen. Was muss geschehen, damit eine Gesellschaft friedlich sein kann und bleibt?