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Falschparker

Ralph Lenkert in Dresden
Ralph Lenkert in Dresden

Die friedlichen Blockaden am 13. Februar waren ein voller Erfolg. Es ist uns gemeinsam gelungen, den geplanten Naziaufmarsch zu verhindern. Der Erfolg war nur möglich, weil sich ca. 12.000 Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet an den Aktionen beteiligten. Wir standen unmittelbar neben jungen Menschen aus Köln und einer älteren Frau aus Zwickau. Immer wieder trafen wir viele Freunde und Bekannte, die man fast immer auf Veranstaltungen dieser Art sieht, so zum Beispiel Sabine Berninger, Landtagsabgeordnete der LINKEN oder Stanislav Sedlacik aus Hohenleuben.
Die Entscheidung, an einem Samstag bei nasskaltem Wetter nach Dresden zu fahren, war eine richtige Entscheidung, denn die Blockaden konnten nur halten, weil sich so viele Menschen nach Dresden aufgemacht haben. Die Polizei sah sich außer Stande mit den zur Verfügung stehenden Kräften die Blockaden zu räumen. Insgesamt gab es fünf feste Menschenblockaden an strategisch wichtigen Punkten entlang der Route des geplanten Naziaufmarsch. Zugegeben, acht Stunden bei diesem Wetter in einer Blockade zu stehen, war ziemlich anstrengend, aber es war wichtig den Nazimarsch zu verhindern. Ein Nazi wurde im Internet mit folgenden Worten zitiert:“ Das war ja ein toller Marsch, anreisen, aussteigen, rumlungern, einsteigen, abfahren."

Ich kann nur sagen, er sollte das nächste Mal lieber zu Hause bleiben!
Im Vorfeld habe ich viele persönliche Gespräche über Sinn und Unsinn von Naziblockaden geführt und Fakt ist, Blockaden sind derzeit die einzigen wirkungsvollen Mittel, um den Nazis mit breiter Brust entgegen treten zu können. Jena und Köln haben in den vergangenen Jahren gezeigt: Nazis fühlen sich nicht wohl, wenn man ihre Pläne wirkungsvoll durchkreuzt. Auf die Frage, ob es sich bei solchen Gegenaktionen nicht um Straftaten handelt kann ich nur erwidern, Menschenblockaden erfüllen den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit, vergleichbar mit parken ohne Parkschein und wenn es wieder gegen die Nazis geht, werde ich gern ohne Parkschein rumstehen.

Bleibt nur zu hoffen, dass dann noch mehr Menschen die Blockaden unterstützen, denn wo wir stehen, kann kein Nazi sein, nicht hier und auch nicht in irgendeinem anderen Ort!