18. März 2015

Neuer InterCity auf der Saalbahn muss 2017 kommen

Mit insgesamt 120 neuen Doppelstock-IC-Zügen, die bis 2030 die bisherigen IC-Reisezugwagen komplett ablösen, will die DB den Fernverkehr künftig auch wieder in die Regionen bringen. Nahezu alle deutschen Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern sollen dann alle zwei Stunden am Fernverkehrsnetz angeschlossen sein. 

Aus Sicht des Bundestagsabgeordneten Ralph Lenkert (DIE LINKE) ist das neue Fernverkehrskonzept der Deutschen Bahn zu begrüßen. Für die Region Ostthüringen könnte der zweistündige IC der lange geforderte Ersatzverkehr für den nach 2017 entfallenden ICE auf der Saalbahn sein. Die Umsetzung muss aber schnellstmöglich erfolgen, fordert Lenkert. Gleiches gelte für den IC auf der Mitte-Deutschland-Verbindung über Gera nach Chemnitz. Die Elektrifizierung der Strecke Weimar-Gera-Gößnitz sei dafür aber Voraussetzung und nun nicht mehr länger hinauszuzögern. 

Der Freistaat Thüringen sollte das Fernverkehrskonzept der Bahn mit deutlich früherer Umsetzung nachdrücklich unterstützen, findet der Bundestagsabgeordnete. Auch die angestrebte Tarifintegration mit dem Nahverkehr wäre eine echte Bereicherung, da Reisende dann auch Nahverkehrstickets nutzen könnten.