31. Januar 2018

Auswirkungen von Weltraumwetter auf elektrotechnische Infrastruktur

(c) Thomas Pätzold

Ein katastrophaler Ausfall von Stromnetzen und Kommunikationstechnik ist nur eine Frage der Zeit. Es ist klar, dass ein vollständiger Schutz vor solchen kosmischen Extremereignissen nicht möglich ist, allerdings muss man mit heutigem Wissen schon jetzt daran arbeiten, die Folgen einzudämmen. Der Bundesregierung sind die Risiken bekannt, Forschung und Vorsorge werden aber zu gering und nur schleppend vorangebracht.

Bei der Vorstellung, dass die Stromnetze, der Behördenfunk und die GPS-Dienste gleichzeitig in weiten Teilen Europas ausfallen könnten, fragt man sich schon, wie ein Katastrophenmanagement dann noch möglich sein soll. Hier gibt die Bundesregierung keine zufriedenstellenden Antworten, macht sich nicht einmal Sorgen.

Sensible Technik für die Kommunikation und Material für die Wiederherstellung der Stromnetze müssen für ein solches Szenario vorgehalten werden, gelagert in faradayschen Käfigen. Deutlich wird auch, wie unzulänglich der zentrale Stromnetzaufbau für ein solches Szenario ist. Lösungen würden autark steuerbare, schwarzstartfähige Inselnetze bieten. Wenn die Kommunikation flächendeckend ausfällt, müssen lokale Netzbetreiber in der Lage sein, ihr Netz vor Ort selbst wieder in Betrieb zu nehmen, da eine Versorgung und Steuerung „von außen“ wegen des Kommunikationsausfalls lange auf sich warten lassen wird. Das erfordert aber einen zellularen Stromnetzaufbau, der übrigens auch in vielen anderen denkbaren Katastrophenszenarien viel weniger anfällig für einen totalen Black-Out wäre.

Die Antworten der Bundesregierung finden Sie hier:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/004/1900493.pdf

 

 

Quelle: http://www.ralph-lenkert.de/nc/aktuell/detail/artikel/auswirkungen-von-weltraumwetter-auf-elektrotechnische-infrastruktur/